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Porträt

Die Jugend­arbeit Sins wird seit 2009 - anfänglich im Pilotprojekt und inzwischen fest verankert - vom Verein Jugend und Freizeit, Wohlen, als regionales Kompetenzzentrum in einem 50 %-Pensum vor Ort geleistet. Diese Leis­tungen werden mit einem Leistungsvertrag geregelt.

Die Jugendkommission, welche seit 2008 existiert, bestand zuerst aus einer Trägerschaft von Vertretern der Gemeinde, der Schulpflege, der katholischen und reformierten Kirche. Ab 2011 wurde sie als neues Fachgremium organisiert bzw. erweitert und steht dem Gemeinderat in sämtlichen Angelegenheiten betreffend Jugend beratend zur Seite.

 

 

In der Gemeinde Sins kennt man die Jugendarbeit seit 1994, welche von 1999 bis Ende 2004 mit JugendarbeiterInnen mit 20 – 50 % Pensen professionalisiert wurde. Infolge verschiedener personeller und finan­zieller Probleme wurde dies jedoch gestoppt und ein gemeinsames Konzept für die Schulsozial- und Ju­gendarbeit wurde entwickelt und ab 2007 eingeführt. Aus finanziellen Gründen wurde mit einer Person und mit einem 40/20 %-Pensum Schulsozial-/Jugendarbeit begonnen. Man merkte aber bald, wie auch von der ausarbeitenden Kommission vorausgesagt, dass dies weder fachlich noch personell funktionieren kann. Die Schulsozialarbeit wurde dann auf eine Person mit einem Pensum von 80 % vereinigt und für die Erarbeitung einer neuen Lösung für die Jugendarbeit die Jugendkommission ins Leben gerufen.

Die Jugendarbeit begleitet und fördert Kinder und Jugendliche auf dem Weg zur Selbstständigkeit. Dabei setzt sie sich dafür ein, dass Kinder und Jugendliche im Gemeinwesen partnerschaftlich integriert sind, sich wohl fühlen und an den Prozessen unserer Gesellschaft mitwirken. Kinder und Jugendliche an den Prozessen unserer Gesellschaft beteiligen heisst: Ressourcen vor Defizite stellen, Selbstwert aufbauen, Identifikation mit der Gesellschaft fördern, integrieren und Gesundheitsför­derung betreiben.

Die offene Jugendarbeit grenzt sich von verbandlichen oder schulischen Formen von Jugendarbeit dadurch ab, dass ihre äusserst unterschiedlichen Angebote ohne Mitgliedschaft oder andere Vorbedingungen von Kindern und Jugendlichen in der Freizeit genutzt werden können.

Die Schulsozialarbeit und Jugendarbeit sind neben der Verbandsjugendarbeit jedoch nur ein Teil vom Sys­tem des Kinder- und Jugendschutzes. Damit Kinder- und Jugendschutz gelingt, braucht es eine grosse Netz­werkarbeit vor Ort. Denn weder die Schulsozialarbeit noch die Jugendarbeit noch die Verbandsjugendarbeit in Sins können dies alleine leisten.

Die gute politische Einbettung der Kinder- und Jugendanliegen, die grosse Präsenz und die enge Zusammenarbeit der Helfer (alle im Dorf) im öffentlichen Raum hat eine grosse präventive Wirkung. Sie ist ein starker Garant für gelebten Kinder- und Jugendschutz.